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Ein Fiebermärchen
des AustrianPsychos
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Im längst vergessenen Eckleinchen
eines weit entfernten und vielgerühmten Landes unerträglicher Schönheit
und Ruh'
, ein lasterhaftes Ungeheuer
eines Tages die friedliche Bevölkerung
eroberte und versklavte. Seine grausam schonungslose Katerkatzensoldaten

verwüsteten alles, das im Feldweg stand. Unsägliche Gräuel
, hinterlistige Folterqualen
und diabolische Sprengfallen
die ehemals glücklichen Landschaften andauernd verdunkelten.
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Fest in seiner unbezwingbaren Schachtelburg
geborgen, das Ungeheuer die Verhaftung des Überbleibsels der tüchtigsten Landser des Volkes
befahl und in 'nem furchtbaren
dunklen
Gefängnis
sie einkerkete. Tagein, tagaus ihnen unmenschliches Futter
höhnisch hingeworfen wurde, Käfer und Holzwürmer mit Maden
, z.B. Letztendlich Gerichte aus nur einfacher Scheisse
erschienen durch Hohngelächter und Kesseltreiben.
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Wie es immer unter solchen Umständen geschieht, ein gewisser Stand Kollaborateure und Quislinge
sich erhob. Diese verhältnismässig privilegierten Leute
besonders feine Küche
genossen
, obwohl sie ständig auch unter aufdringlicher
Überwachung
blieben. Manche versuchte mit bauchpinselnden Wörter
Ergebung zur Unterdruckung zu überzeugen. Manche ebenso mit der körperlichen Folter der Helden beteiligt wurde
wie auch die Günstlinge des Ungeheuers.
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Und diese Folter war ausserordentlich grausam. Sondermaschinen
des Electroschocks
wurde ausgebildet und in besonderen Folterkammern
eingebaut. Manchmal der aasige
Schaden
dieser
Vorgänge
wurde
unabänderlich
profund. Und jeden Tag eine lange Liste der neu abgeurteilten, begleitet von herzergreifenden Knarzen und Ächzen, herausgelesen
wurde.
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Eine genaue Aufzählung der Kollaborateure wäre bestimmt zu peinlich, um hier herauszugeben. Markant unter den muss der unbarmherziger Herr Prem
, Stellvertreter des Ungeheuers, erwähnt werden. Keinmal während des ganzen Missgeschicks hat er überhaupt das geringste Zeichen des Mitleids für die Gefangenen aufgewiesen. Seine erzsadistische Frau
, die sogenannte "Wilde Hilde," die der Unglücklichen die Ansätze der grausamen Sprache des Ungeheuers lehren versuchte, wurde durchaus nicht besser. Andere Verräter - "Laus"
, "Wieselstecker"
, "Zehntnerin"
, "Tierlecker"
, "Pech"
- sind von ihren Spottnamen allein höchstgenau vorauszusetzen.
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Eine tiefe Betrübnis verschlang das arme alte Land.
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Wahrscheinlich die Hauptschwierigkeit unsren Helden wurde lückenlose Abwesenheit jedes ansehnlichen
Ausschlupfes
ihres natürlichen
geschlechtlichen
Bedürfnisses. Der gewöhnliche Einfallsreichtum
der Jugend
in diesem Fall
leider nicht ausreichend
genug
wurde. Ruhelose Fieberträume von der Jagd
und
den
Verdruss
überwältigten
die
Mannen. Manche verwandelten sich
in groteske Mischformen
und schamhaft
herunterkamen. Manche verübten auf ihre Mithäftlinge sexuelle Gewalt
. Ein besonders Unglücklicher
Dinge
auch
fast
unvorstellbare
trieb. Doch die meisten nur einfach beharrten und in den sauren Apfel
bissen.
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Nach und nach der Geist der Gegenwehr
stieg wieder auf. Widerstandsstadien, die vorher fast immer leer
blieben, endlich volle Parkplätze
täglich erfuhren. Feurige Redner
brachten die Massen auf Zack. Mittelbestand floss
von praktisch überall aus. Aus den Bergen
. Aus den Dschungeln
. Aus Brittanien
. Vom Spendenmarathon
im Fernseher. Von hausierenden Ansuchen
. Von Fabriken
. Von Handwerkern
. Von Kleinbetrieben
. Von internationallen
Gemeinden
. Aus Erpressen
. Von Flaschenpfändern
. Von gefundenem Geld in Fernsprechautomaten
. Aus Billiardstuben
. Aus Irrenhäusern
. Aus Spendebechern in Apotheken
. Von TV-Sprechern
. Von Professoren
. Von Schiurlaubern
. Von Putzfrauen
. Von Pennern
. Von Süchtigern
. Von Prostituierten
auf
den
Strassen. Von den Arbeitslosen
. Von den Reisenden
. Von Eichhörnchen
in den Parken. Von den Reichen
. Von den Armen
. Von dem Armin
!
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Der Widerstand reifte. Das
ganze
Volk
beschäftigte
sich
mit
dem
Studiem
allerlei
Kriegskünste
. Nahkampf
. Einschnürung
. Molotov-Cocktails 
. Sabotage
. Bewachung
. Erstechen
. Heilige Eide wurden auf Messer feierlich geschworen
. Eines zauberhaften Tages Aufrührer errichteten vor dem Rathaus eine Statue eines berühmten Generals aus uralten Zeiten - komplett mit Stahlhelm auf dem Kopf
. Der Feind bangte.
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Letztendlich kam der entscheidende Tag an. Mitkämpfer aus allen Nationen - mit dem Zug
, mit dem Bus
, mit der Bahn
, mit dem Auto
, sogar nämlich auf Skiern
- dem niedergeworfenen Land gelangten, um zu helfen. Selbst England schickte einen als Kuh getarnten
Panzerkampfwagen. Die Burg des Ungeheuers
wurde natürlich das grosse Ziel. Zuerst mussten die Vehikel der Feinde unfähig
gemacht
werden, dass er nicht entfliehen dürfte. Danach ergab sich eine grosse Schlacht, wobei der gewissenloser Feind auch chemische Waffen
benutzte. Das Kämpfen dauerte lange und grimmig und wild wurde. Doch das Volk ging endlich als Sieger hervor.
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Das ganze Land jubelnd feierte
das traumhafte Ereignis. Eine schönschlagende Denkmünze
wurde eigens zum Geschehnis gedrückt. Die 47 Helden, die am Schlusskampf in der innersten Sphäre der Burg fielen, wurden mit einem neuen 47-Euro Geldschein
gemahnt. Und die Knochen des Ungeheuers und seiner Lakaien tagelang, natürlich, recht genau abgenagt
wurden.
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Unsre gefallene Helden
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Florian Bauer, Saboteur, zündete eine Zigarette an und sprengte sich in die Luft zusammen mit drei Tonnen des Wehrmaterials.
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Stefan Hjuber, Funker, rief Artillerieschlag auf seine eigene Lage herein.
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Simon Steindl, Koch, unachtsam einmal seine eigene Kochkunst probierte.
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Hans-Peter Rois, Gefreite, im Burggraben ertrunken.
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Thomas Eder und Dominik Bogner, Stosstruppen, zeigten hier gefangene Schockfolterapparate, zwei Sekunden bevor die tödliche Sprengfalle drin krepierte und alle 47 letztendlichen Helden erschlagte.
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Hartmut Ziegler, Pressesprecher, erstickte nach einer Pressekonferenz an einer Martini-Olive.
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Franz Pöltl, Attentäter, sollte die notorische Frau Prem umbringen, aber zufällig mit der Giftnadel erst sich selbst hineinsteckte.
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Christopher Zöchbauer und Bernhard Lemberger, Stosstruppen, erarbeiteten Bläschen von neuen Stiefeln, während strategisches Rückzug zurückfielen und von dem Feind erschossen wurden.
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Gertrude Scheschi, Spionin, verbergte sich in einer Truhe, um ein Treffen zu belauschen, und dort erstickte.
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Georg Reiter, Gefreite, während einer Training-Demonstration des Scharfschiessens ("die wahrhafte geheime Historie des Wilhelm Tells und seines blöden Söhnchens" betitelt) zufällig erschossen wurde.
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Julian Rössler, Unteroffizier, in einer Feldtoilette durch Stromschlag irgendwie zufällig sich selbst tötete.
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Frechdieb vom Vogelfutter, Adelständiger Kommandant der 17.-Eichhörnchen-Saboteure-Brigade, führte persönlich einen waghalsigen Einsatz auf die Burgverteidigungen, wobei 143 der Feinde umgebracht wurden. Unter verblühendem Feuer, führte seine Truppen ganz ohne Verluste auf die allierte Linie zurück. Starb am nächsten Tag an Nahrungsmittelvergiftung, nachdem er im Kasino des Heeres die übliche Kost genoss.
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Erich Perger, Bürogehilfe, Selbstbefriedigungsunfall.
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Heimat bist du grosser Söhne,
Volk begnadet für das Schöne,
Vielgerühmtes Österreich,
Vielgerühmtes Österreich!
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